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Geschichte kooperativ Klasse 5-6

Kooperatives Lernen Sekundarstufe
Janine Sebb-Weppler

Geschichte kooperativ Klasse 5-6

Kernthemen des Lehrplans mit kooperativen Lernmethoden erfolgreich umsetzen

Kooperative Lernmethoden im Geschichtsunterricht Klasse 5/6: Sozialkompetenz schulen - Lerninhalte vermitteln

Buch, 80 Seiten, DIN A4, 5. und 6. Klasse
ISBN: 978-3-403-07316-1
Best.-Nr.: 07316

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Ein guter Einstieg ins Fach Geschichte

In Klasse 5 beginnen Schüler mit dem Geschichtsunterricht. Damit der Einstieg gut gelingt, sind kooperative Lernmethoden eine gute Wahl. Sie fördern die Motivation, die Teamfähigkeit, die Kommunikation und die Interaktion bei der gleichzeitigen Vermittlung von wichtigen Lehrplaninhalten der Klassen 5 und 6.

Von der Frühzeit bis zu den Römern

Die Materialien dieses Bandes machen die Schüler mit Spuren aus der Frühzeit der Menschen vertraut und behandeln das alte Ägypten ebenso wie das antike Griechenland und die Römer. Dabei kommen kooperative Lernmethoden wie Gruppenpuzzle, Rollenspiel, Placemat und Marktplatz-Interview zum Einsatz.

Praxisnahe Materialien

Die Lehrplanthemen werden immer mit einer oder mehreren kooperativen Methoden verbunden. Die einzelnen Methoden werden kurz vorgestellt und fachdidaktisch erläutert. Anschließend folgen diverse Arbeitsblätter als Kopiervorlagen, mit deren Hilfe sich die Schüler mit den Lehrplaninhalten auseinandersetzen können.

Die Themen:

Auf der Suche nach Spuren in der Vergangenheit: Einstieg in das Fach Geschichte | Spuren aus der Geschichte der Frühzeit der Menschen | Ägypten: Beispiel einer frühen Hochkultur | Die Griechen: Lehrmeister des Abendlandes? | Den Römern auf der Spur

Der Band enthält:

Lehrerhinweise zu jedem Thema | Zahlreiche Arbeitsblätter als Kopiervorlagen | 4 Methodensteckbriefe zum Kooperativen Lernen | Lösungen in kompakter Form am Ende des Bandes

"Geschichte kooperativ Klasse 5-6" ist auch als E-Book erhältlich.

Kundenbewertungen

 Autor: L. Prof. Dr. Sperling | 28.10.2019

Bestimmte Seiten aus diesem e-book wurde bei einem Kind aus meiner Verwandtschaft im Unterricht verwendet, und ich konnte kaum glauben, was ich da lesen mußte.
Im Kasten mit der Überschrift
„Entdeckungen, Erfindungen und eine ganz neue Welt – die Neuzeit“
hieß es:
„Gekennzeichnet war bzw. ist die Epoche vom neuen Denken – man erkannte, daß die Welt keine Scheibe, sondern eine Kugel ist. Galilei Galileo wurde jedoch für dieses Gedankengut um 1633 hingerichtet, da man ihm noch keinen Glauben schenkte und ihn als Ketzer bezeichnete.
Vergleiche die beiden Weltbilder, denen man vor bzw. nach Galileis Hinrichtung Glauben schenkte.“
In Wirklichkeit glaubte bis auf wenige Außenseiter um die Mitte des 1. Jahrtausends in Spätantike und Mittelalter kein kirchlicher oder weltlicher Gelehrter, die Erde sei eine Scheibe. Ptolemäus (ca. 100 – 170), dessen geozentrisches Weltsystem schließlich durch das heliozentrische des katholischen Geistlichen Kopernikus ersetzt wurde, war selbstverständlich die Kugelgestalt der Erde bekannt. Er schlug schon mehrere Projektionen zur Darstellung in einer Blattebene vor, legte einen Nullmeridian fest und definierte die bis heute gültigen Breitenkreise.
Ebenso gravierend ist die (gleich zweimalige) falsche Behauptung, Galilei sei hingerichtet worden. Ein Blick in ein beliebiges Nachschlagewerk hätte darüber aufgeklärt, daß er um die Jahreswende 1641/42 in seiner Villa Arcetri bei Florenz im Frieden mit dem katholischen Glauben starb.
Hier handelt es sich nicht um einen einfachen leicht verzeihlichen Fehler wie etwa eine falsche Jahreszahl, sondern vermutlich um die Folge eines tief sitzenden Vorurteils.
Das von der Autorin beigefügte linke Bild, daß das alte Denken charakterisieren soll, ist offenbar dem bekannten Gemälde von Camille Flammarion aus dem Jahre 1888 nachempfunden, das im damaligen ideologischen Kampf gegen die katholische Kirche das mittelalterliche Denken völlig wahrheitswidrig verleumdete.
Auf den Prozeß gegen Galilei von 1633 kann hier nicht näher eingegangen werden. Es sei nur betont, daß das Urteil ihn nicht als Ketzer bezeichnete, wie der Text des Schulbuches nahelegt. Der Protestant und Atomphysiker Carl Friedrich von Weizsäcker sagte zusammenfassend über die Inquisition, sie habe in den Prozessen von 1616 und 1633 „von Galilei nicht mehr verlangt als daß er nicht mehr sagen sollte, als er beweisen konnte“.
Die falsche Behauptung bezüglich Galileis übertrifft sogar noch erheblich das völlig geschichtsverfälschende Werk „Leben des Galilei“ des kommunistisch-leninistischen Stückeschreibers Bertolt Brecht, durch welches das Allgemeinbewußtsein in katastrophaler Weise manipuliert wurde.
Es sei betont, daß eine Korrektur dieser gravierenden Fehler das Buch nicht retten würde, u. a., weil Glaube und Religion offenbar durchgehend negativ dargestellt werden. So heißt es im Kasten mit der Überschrift
„Von Religion, Rittern und Städten – das Mittelalter“
u. a.:
„Nach dem Altertum folgten 1000 Jahre Mittelalter – das war eine düstere Zeit, die von Glaube und Religion, Todessehnsucht und Seuchen wie der Pest geprägt war.“
Äußerst befremden muß auch die seltsame Verknüpfung zwischen „Religion und Glaube“ und „Gewalteinfluß“, wo es doch der Missionar Bonifatius ist, der erschlagen wurde, in folgendem Zitat:
„Das frühe Mittelalter war vor allem durch Religion und Glaube gekennzeichnet. Das Christentum wurde verbreitet – auch unter Gewalteinfluß: So wurden viele Menschen, wie etwa Bonifatius, bei Versuchen der Bekehrung getötet.“
Noch gravierender ist die Tatsache, daß die unvergleichliche Kulturleistung des Christentums als keiner Erwähnung wert betrachtet wird. Hier sei auch an Universalgenies erinnert wie z. B. Albertus Magnus (um 1200 – 15.11.1280) und Cusanus = Nikolaus von Cues (1401-11.8.1464). Die christliche Kultur war z. B. unter den Hochkulturen die einzige, die die moderne Naturwissenschaft hervorgebracht hat, und das läßt sich bekanntlich weltanschaulich gut begründen.
Es sei betont, daß allein die wenigen im Internet einsehbaren Seiten des Buches weitere Fehler enthalten. So heißt es im Kasten mit der Überschrift
„Wiege der Demokratie – Antike/Altertum“
u.a.:
„Die Zeit der Antike bzw. des Altertums erstreckte sich in etwa von 1200 v. Chr. bis 500 v. Chr.“
„Ein bekanntes Bauwerk aus dem antiken Griechenland ist die ‚Akropolis‘, ein pompöser Tempel zu Ehren der Göttin Athene.“
Im ersten Zitat muß es 500 n. Chr. heißen anstelle von 500 v. Chr.
Der im zweiten Zitat genannte Tempel heißt Parthenon. Er befindet sich auf der Akropolis von Athen, einem Burgberg. Ob man ihn als „pompös“ bezeichnen sollte, ist noch eine andere Frage.
Im Kasten
„Vom römischen Dorf zum Weltreich – Antike/Altertum“
wird im Schulbuch behauptet:
„Andauernde Kriege, wie unter dem berühmten Feldherrn Hannibal (218 v. Chr. – 201 v. Chr.), sorgten über einen Zeitraum von 500 Jahren für die Ausbreitung des Römischen Reiches.“
Daß es unsinnig ist, Hannibal einen Anteil an der Ausbreitung des Römischen Weltreiches zuzurechnen, belegt hier allein schon das Zitat des folgenden Satzes aus Wikipedia: „Während des Zweiten Punischen Krieges (218–201 v. Chr.) fügte er dem Römischen Reich mehrere schwere Niederlagen zu und brachte Rom 216 v. Chr. in der Schlacht von Cannae an den Rand des Untergangs.“
Unter der Überschrift
„Jagen und sammeln – das Leben in der Altsteinzeit“
schreibt die Autorin:
„Da die Menschen in der Altsteinzeit noch nicht mit einer Sprache miteinander kommunizieren konnten, die mit unseren heutigen Sprachen vergleichbar ist, sondern sich einfacher Laute und Gestik bedienten, ….“
Stand der Wissenschaft ist dagegen, daß über die Entstehung der Sprache keine wissenschaftlich sicheren Erkenntnisse vorliegen. Es wird also eine Vermutung, die evolutionistisch ist im Sinne einer Grenzüberschreitung von der Evolutionstheorie ins Weltanschauliche, als geschichtliches Faktum verkauft.
Methodisch wird von der Autorin vorgeschlagen, die Schüler mögen sich als Expertengruppen über die gegebenen Informationen austauschen. Was für „Experten“ sollen so herangebildet werden?
Bemerkung: Ich habe mir das Buch nicht kaufen wollen; die Schwächen der im Internet einsehbaren Seiten, aus denen ich zitiert habe, reichen aus, das Buch im ganzen als unbrauchbar zu beurteilen.
Zusammenfassung:
Das besprochene Schulbuch sollte m. E. so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden. Die Autorin scheint wegen ihrer Voreingenommenheit, ihrer mangelhaften Sachkenntnis und ihrer wenig sorgfältigen Arbeitsweise bei der Erstellung der Texte für diese Tätigkeit ungeeignet. Es darf vermutet werden, daß diese Schwächen sich in ähnlicher Weise in den von ihr für andere Klassenstufen verfaßten Schulbüchern ausgewirkt haben.

Es befremdet, daß die Mangelhaftigkeit des Schulbuches nicht im Rahmen eines fachlich niveauvollen und weltanschaulich neutralen Begutachtungsverfahrens aufgedeckt und die Herausgabe damit nicht verhindert wurde.
Noch besorgniserregender hinsichtlich des verbreiteten gegenwärtigen Geschichtsbildes ist, daß das bereits im Jahre 2014 erschienene Buch anscheinend bisher weder von einem Lehrer noch von Eltern oder anderen den Schülern Nahestehenden beanstandet worden ist.

Antwort des Verlages: Wir bedauern, dass Sie mit den Materialien nicht zufrieden sind. Selbstverständlich nehmen wir Ihre Hinweise sehr ernst, prüfen diese und werden das Ganze in der Neuauflage entsprechend berücksichtigen.

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